Eine '.env'-Datei ist eine einfache Textdatei, die Umgebungsvariablen speichert. Diese Variablen sind Schlüssel-Wert-Paare, die die Konfigurationseinstellungen für eine Anwendung oder ein System definieren. Sie werden häufig verwendet, um die Konfiguration vom Quellcode zu trennen, was die Verwaltung verschiedener Umgebungen (z. B. Entwicklung, Test, Produktion) erleichtert, ohne den Quellcode der Anwendung ändern zu müssen. Diese Trennung erhöht die Sicherheit, da sensible Informationen wie API-Schlüssel, Datenbankpasswörter und andere Anmeldedaten nicht direkt im Quellcode fest hinterlegt (hardcoded) werden. Stattdessen werden diese Werte in der '.env'-Datei gespeichert und zur Laufzeit in die Umgebung der Anwendung geladen. Dieser Ansatz vereinfacht zudem die Bereitstellung und Wartung, da Konfigurationsänderungen einfach durch Bearbeiten der '.env'-Datei vorgenommen werden können, ohne dass eine Neukompilierung oder erneute Bereitstellung des Codes erforderlich ist. Die Datei befindet sich typischerweise im Stammverzeichnis des Projekts und wird häufig von Versionsverwaltungssystemen ausgeschlossen, um eine versehentliche Offenlegung sensibler Daten zu verhindern. Bibliotheken und Frameworks in verschiedenen Programmiersprachen bieten Mechanismen, um Umgebungsvariablen einfach aus '.env'-Dateien zu laden und darauf zuzugreifen.