Eine C-Header-Datei ist ein grundlegender Bestandteil der Programmierung in C und C++, der typischerweise durch die Dateiendung .h gekennzeichnet ist. Sie dient als Speicherort für Deklarationen, einschließlich Funktionsprototypen, Makrodefinitionen, Typdefinitionen und globalen Variablen, die in mehreren Quellcodedateien gemeinsam genutzt werden müssen. Durch die Verwendung von Header-Dateien können Entwickler eine modulare Codebasis pflegen, wodurch verschiedene Teile eines Programms miteinander kommunizieren können, ohne Strukturen oder Funktionssignaturen wiederholt neu definieren zu müssen. Wenn eine Quelldatei eine Header-Datei mithilfe der Präprozessor-Direktive #include einbindet, kopiert der Compiler den Inhalt des Headers effektiv in die Quelldatei, bevor der Kompilierungsprozess beginnt. Dieser Mechanismus ist für die Verwaltung komplexer Softwareprojekte unerlässlich, da er die Konsistenz von Datenstrukturen sicherstellt und die Nutzung von Bibliotheken erleichtert. Header-Dateien verwenden häufig sogenannte 'Include Guards' – Präprozessor-Direktiven wie #ifndef, #define und #endif –, um zu verhindern, dass dieselbe Datei mehrfach eingebunden wird, was andernfalls aufgrund von Neudefinitionen zu Kompilierungsfehlern führen würde. Sie bilden das Rückgrat der modularen Softwarearchitektur in der C-Sprachfamilie.