Eine VXD-Datei ist eine Datei für virtuelle Gerätetreiber (Virtual Device Driver), die in älteren Versionen von Microsoft Windows verwendet wurde, insbesondere in Windows 3.x, 95, 98 und Me. Diese Treiber ermöglichen den hardwarenahen Zugriff auf Geräte und Systemressourcen. VXDs arbeiten in Ring 0, der privilegiertesten Ebene des Betriebssystems, was ihnen eine direkte Kontrolle über die Hardware erlaubt. Sie werden vom System bei Bedarf dynamisch geladen und entladen. VXDs waren entscheidend für die Verwaltung von Geräten wie Soundkarten, Grafikkarten und Druckern. Aufgrund ihres direkten Zugriffs auf Systemressourcen konnten schlecht geschriebene oder fehlerhafte VXDs zu Systeminstabilität, Abstürzen oder sogar zum berüchtigten Blue Screen of Death (BSOD) führen. Die Architektur von VXDs basiert auf einem monolithischen Kernel-Ansatz, bei dem die Treiber eng mit dem Kern des Betriebssystems integriert sind. Mit der Einführung von Windows NT-basierten Betriebssystemen (Windows 2000, XP usw.) wurden VXDs weitgehend durch WDM-Treiber (Windows Driver Model) ersetzt, die eine bessere Stabilität und Sicherheit bieten. VXD-Dateien befinden sich typischerweise im Windows-Systemverzeichnis und werden während des Startvorgangs oder beim Zugriff auf ein bestimmtes Gerät geladen. Sie sind für den Benutzer nicht direkt ausführbar, sondern werden vom Betriebssystem-Kernel geladen und verwaltet.