Ein Shapefile ist ein beliebtes Vektor-Geodatenformat für Geoinformationssysteme (GIS)-Software. Es wurde von Esri entwickelt und wird von dieser als größtenteils offene Spezifikation zur Gewährleistung der Dateninteroperabilität reguliert. Ein Shapefile beschreibt räumlich Geometrien als Punkte, Linien und Polygone, welche geografische Objekte wie Straßen, Flüsse und Parzellen darstellen. Es ist wichtig zu beachten, dass ein 'Shapefile' tatsächlich aus mehreren Dateien besteht, typischerweise mindestens drei: .shp (die Hauptdatei, welche die Feature-Geometrie enthält), .shx (eine Indexdatei, die räumliche Abfragen beschleunigt) und .dbf (eine dBase-Tabelle, die Attributdaten speichert, welche jedem Feature zugeordnet sind). Weitere optionale Dateien, wie .prj (Projektionsinformationen), .sbn und .sbx (räumlicher Index) sowie .xml (Metadaten), können ebenfalls Teil des Shapefile-Satzes sein. Shapefiles werden aufgrund ihrer Einfachheit und Kompatibilität mit verschiedenen GIS-Anwendungen häufig zur Speicherung und zum Austausch von Geodaten verwendet. Sie weisen jedoch Einschränkungen auf, wie beispielsweise eine Größenbeschränkung von 2 GB und keine native Unterstützung für die Speicherung von Topologie innerhalb der Dateistruktur.