Eine QGS-Datei ist eine Projektdatei, die von QGIS erstellt wird, einer professionellen Open-Source-Anwendung für Geoinformationssysteme (GIS). Im Gegensatz zu einer Raster- oder Vektorgrafikdatei enthält eine QGS-Datei keine eigentlichen Geodaten. Stattdessen fungiert sie als Container oder Konfigurationsdatei, die die Projekteinstellungen speichert. Dazu gehören Verweise auf die Dateipfade verschiedener Datenebenen (wie Shapefiles, GeoTIFFs oder Datenbankverbindungen), die auf diese Ebenen angewendete visuelle Gestaltung (Symbologie, Farben und Beschriftungen), die Ausdehnung des Kartenbereichs, Definitionen des Koordinatenbezugssystems (CRS) sowie Konfigurationen für das Drucklayout. Wenn ein Benutzer eine QGS-Datei öffnet, liest QGIS die Anweisungen innerhalb der XML-basierten Struktur, um den Kartenarbeitsbereich exakt so wiederherzustellen, wie er beim letzten Speichern des Projekts war. Dies macht QGS-Dateien für die kollaborative GIS-Arbeit unerlässlich, da sie es Benutzern ermöglichen, komplexe Kartenzusammenstellungen zu teilen, ohne riesige Rohdatensätze bündeln zu müssen, vorausgesetzt, der Empfänger hat Zugriff auf die referenzierten Datenquellen. Es ist das Standardformat zum Speichern von Arbeiten im QGIS-Ökosystem.