Das Executable and Linkable Format (ELF) ist ein weit verbreiteter Standard für ausführbare Dateien, Objektcode, gemeinsam genutzte Bibliotheken (Shared Libraries) und Core-Dumps. Es wird auf zahlreichen Unix-artigen Betriebssystemen verwendet, darunter Linux, Solaris, FreeBSD und viele andere. ELF-Dateien sind so konzipiert, dass sie flexibel und erweiterbar sind, wodurch eine Vielzahl von Prozessorarchitekturen und Betriebssystemen dasselbe grundlegende Format nutzen kann. Das Format besteht aus einem Header, Programm-Headern, Sektions-Headern und den eigentlichen Daten. Der Header beschreibt die Gesamtstruktur der Datei, einschließlich des Einstiegspunkts für die Ausführung. Programm-Header beschreiben Segmente, also zusammenhängende Bereiche der Datei, die während der Ausführung in den Arbeitsspeicher geladen werden. Sektions-Header beschreiben Sektionen, die für das Linken und Debuggen verwendet werden. Die Daten selbst enthalten den eigentlichen Programmcode und die zugehörigen Daten. ELF-Dateien können statisch gelinkt sein, was bedeutet, dass der gesamte erforderliche Code in der ausführbaren Datei enthalten ist, oder dynamisch gelinkt, wobei Teile des Codes zur Laufzeit aus gemeinsam genutzten Bibliotheken geladen werden. Dies ermöglicht kleinere ausführbare Dateien und vereinfacht die Aktualisierung von Bibliotheken.