Advanced Audio Coding (AAC) ist ein standardisiertes, verlustbehaftetes Audiokompressions- und Kodierungsverfahren für digitale Audiodaten. Entwickelt als offizieller Nachfolger von MP3, erreicht AAC bei vergleichbaren Bitraten in der Regel eine deutlich bessere Klangqualität. Es wird heute weithin als Standard-Audioformat für Plattformen wie YouTube sowie für iOS-Geräte, Android, Nintendo-Systeme und die PlayStation verwendet. AAC ist integraler Bestandteil des MPEG-4-Standards (ISO/IEC 14496-3) und wird zusätzlich in ISO/IEC 13818-7 (MPEG-2 Part 7) spezifiziert. Das Format unterstützt eine breite Palette an Abtastraten (Sample Rates) und Bitraten, was eine hohe Flexibilität bei der Balance zwischen Audioqualität und Dateigröße ermöglicht. Es existieren verschiedene AAC-Profile wie AAC-LC (Low Complexity), AAC-HE (High-Efficiency) und AAC-LD (Low Delay), die jeweils für spezifische Einsatzszenarien optimiert sind. Während AAC-LC das am häufigsten genutzte Profil für allgemeine Anwendungen ist, wurde AAC-HE speziell für Streaming-Dienste mit niedrigen Bitraten entwickelt. AAC-LD hingegen findet Anwendung in Bereichen, die minimale Verzögerungszeiten erfordern, wie beispielsweise bei Telekonferenzen. Die Dateiendung „.aac“ wird üblicherweise für reine AAC-Audiostreams verwendet, wobei AAC-Daten häufig auch in Containerformate wie MP4 (.mp4, .m4a) oder 3GP (.3gp) eingebettet werden.