Das INP-Dateiformat ist eine reine Text-Eingabedatei, die primär von Abaqus verwendet wird, einer leistungsstarken Software-Suite für Finite-Elemente-Analyse (FEA) und computergestützte Ingenieurwissenschaften (CAE). Diese Dateien enthalten die vollständige Definition eines Simulationsmodells, einschließlich Geometrie, Materialeigenschaften, Randbedingungen, Lastszenarien und Analyseschritten. Da sie in einem für Menschen lesbaren ASCII-Format strukturiert sind, können Ingenieure sie manuell bearbeiten, um komplexe Simulationen fein abzustimmen oder die Modellerstellung mithilfe von Skripten zu automatisieren. Die Datei ist in spezifische Abschnitte unterteilt, die durch Schlüsselwörter definiert sind (oft beginnend mit einem Sternchen, wie NODE oder ELEMENT), welche vom Abaqus-Solver analysiert werden, um numerische Berechnungen durchzuführen. Über Abaqus hinaus wird die INP-Erweiterung auch von verschiedenen anderen technischen und wissenschaftlichen Softwarepaketen wie LS-DYNA oder spezialisierten Strömungsmechanik-Tools verwendet, um Konfigurations- und Eingabeparameter für Berechnungsmodelle zu speichern. Aufgrund ihrer textbasierten Natur ist sie hochgradig portabel und versionskontrollfreundlich, was sie zu einem Standard in industriellen und akademischen Forschungsumgebungen macht, in denen Simulationen zur strukturellen Integrität und zum physikalischen Verhalten von entscheidender Bedeutung sind.